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Abraham M. Rihbany
Jesus aus dem Nahen Osten
Ein libanesischer Christ erzählt, wie sich
orientalische Sitten und Bräuche in der Bibel und im Alltag Jesu widerspiegeln
ISBN
978-3-929345-17-9
Preis: 14,90
Euro / 25,80
SFr
Ein seltener Einblick in die alte Welt des
Nahen Ostens
In der biblischen Überlieferung von
Jesu Leben gibt es nicht das kleinste Detail, das nicht vollkommen mit der
Kultur, der Gedankenwelt und der Redeweise des alten Orients übereinstimmt.
Dies bedeutet: Die Kenntnis der östlichen Kultur trägt dazu bei, die ganze
Bibel besser zu verstehen.
Der alte Orient, die stille, ruhige
Atmosphäre der Evangelien, ist längst verschwunden. Doch der Autor Abraham
Rihbany (geboren 1869 im Libanon) hat sie noch erlebt, denn in seiner Jugend
lief der Alltag fast noch wie zur Zeit von Jesus ab - und er ist vielleicht der
Letzte, der davon erzählt.
Mit seinem in der westlichen Welt
geschärften Blick und seiner orientalischen Seele versteht es Rihbany wie kaum
ein Zweiter, uns Einblick in die Psyche der Menschen des Nahen Ostens zu geben
und uns dadurch orientalisches Temperament, Lebensgefühl und Redeweise
nahezubringen. Rihbanys Erklärung der kulturellen Redeweise nahezubringen.
Rihbanys Erklärung der kulturellen Besonderheiten und sozialen Zusammenhänge
erhellt unmittelbar die Bedeutung vieler Bibelverse, mit denen er seine
Geschichten illustriert.
Lassen Sie sich mitnehmen in die Welt
seiner Jugend und haben sie Teil am häuslichen Leben, an der Welt der Hirten
und Bauern, am bunten Treiben auf dem Marktplatz, an den Beschwerlichkeiten des
Reisens, der Geburt von Kindern, dem Ringen ums tägliche Brot. Besuchen Sie mit
Abraham Rihbany einen Sterndeuter und erleben Sie die Tragödie einer
Heuschreckenplage.
Dieses kraftvolle und warmherzige Buch
ist wie eine Brücke von unserer heutigen Zeit in die Welt von Jesus und ein
leidenschaftliches Plädoyer für Völkerverständigung - ein unschätzbares
Zeitdokument.

Abraham Rihbany,
1869 -1947
Die folgende biographische
Notiz ist dem Vorwort von Karl Fueter aus dem Buch "Jesus aus dem Nahen Osten"
entnommen.
Rihbany kam 1869 in einer
kleinen Ortschaft am Fuß des Libanon zur Welt. Sein Vater war Zimmermann und
Baumeister wie Josef, der Gatte von Maria. So wuchs er im „biblischen Land“ und
in „biblischen“ Verhältnissen auf. Denn in Syrien haben sich die Sitten und
Gebräuche seit neunzehn Jahrhunderten wenig verändert. Erst seit dem Weltkrieg
wird dies anders. Kino und Radio dringen als Vorboten moderner Technik ein und
nivellieren die Eigenart der Völker und Kulturen.
In Rihbanys Jugend war der äußere Lebenszuschnitt in Syrien noch genau wie zu
den Zeiten Jesu; nur gab es eine christliche, nämlich die griechisch-orthodoxe
Kirche und es lebten dort neben Juden auch Christen und Muslime. Durch
protestantische Missionsschulen kam es denn auch zu einer Berührung mit der
westlichen Kultur. In Rihbany erwachte die Sehnsucht nach dem Land der
Verheißung – in diesem Fall Nordamerika. Die Missionare wollten ihn zwar zum
Pfarrer ausbilden, er aber zog es vor, auszuwandern. Mit 22 Jahren gelang ihm
sein abenteuerlicher Plan. Er kam nach New York – voller Hoffnung und ohne
Mittel. Zuerst führte er ein überaus kümmerliches Leben; er fand Unterschlupf
bei syrischen Landsleuten. Nach und nach gelang es ihm, sich zu emanzipieren.
Er erhielt Arbeit als Buchhalter, später in der Redaktion der ersten
arabischsprachigen Zeitung der westlichen Welt.
Schließlich halfen ihm Freunde und Gönner. Er war der englischen Sprache so
weit mächtig geworden, dass er, wenn auch in sehr mangelhafter Weise, Vorträge
halten konnte. So zog er über Land und erbat sich von Pfarrern und Predigern
die Erlaubnis, in den Kirchen über Palästina zu sprechen. Sofort merkten die
Leute: dieser Mann erzählt über Jesu Heimat nicht, was er auf Reisen oder durch
Forschungen in Erfahrung gebracht; er hat im Morgenland gelebt und kennt es
gleichsam von innen. Man ermöglichte Rihbany eine Fortsetzung seiner Studien.
Schließlich wurde er in einer Gemeinde als Prediger angestellt. Heute [1927]
ist er in Boston (Massachusetts) Pfarrer an einer bedeutenden Kirche.
Rihbany hat somit in seinem Leben den Weg zurückgelegt, für den die
Kulturentwicklung etwa zweitausend Jahre braucht. In eigener Person hat er mit
den ganz primitiven Verhältnissen des Heiligen Landes angefangen und ist jetzt
mit vollem Bewusstsein und in warmer Dankbarkeit amerikanischer Bürger.
Wenn wir europäische Leser uns in die Bibel vertiefen, machen wir den
umgekehrten Weg. Aus unseren komplizierten und raffinierten Verhältnissen
tasten wir uns in die Einfachheit der morgenländischen Häuslichkeit, in das
Hirten- und Bauernleben von Anno dazumal zurück. Aber während für Rihbany die
Bibel wie ein Gruß aus der Heimat erscheint, haben wir oft Mühe, uns jene
einfachen und fremdartigen Verhältnisse vorzustellen und zu verstehen. Wir
haben eben nicht beide Kulturen „erlebt“. Bei Rihbany aber ist das der Fall.
Darum bietet er sich uns als Führer an.
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